Aktuelles
Feuerbrand Situation 2007
Seit vergangener Woche ist klar dass es sich beim Jahr 2007 um ein sehr starkes Feuerbrandjahr handelt. Im Westen Österreichs und der Schweiz ist der Befall besonders stark. Zahlreiche Meldungen in den Medien der letzten Tage weisen auf ein katastrophales Ausmaß hin. Bei einem Lokalaugenschein gemeinsam mit deutschen Kollegen und Herrn Höfert von der Landwirtschaftskammer konnten wir uns ein Bild von der Lage machen. In unbehandelten Anlagen waren 100% der Apfelblüten vom Feuerbrand befallen.

Feuerbrandbefall 2007
Die Ausnahmegenehmigung zur Anwendung von Antibiotika war heuer nicht zeitgerecht verfügbar, mit der Anwendung von Blossom Protect wurde leider erst bei 30% der offenen Blüten begonnen. Selbst bei einem Wirkungsgrad von 100% (den auch das Antibiotikum nicht hat) wäre es dem präventiv anzuwendenden Blossom Protect so nicht gelungen, Feuerbrandbefall vollständig zu verhindern In Jahren mit immensem Befallsdruck wie heuer kann das leider für viele Anlagen die Rodung der Bäume bedeuten. Wir hoffen, dass unser Produkt zumindest teilweise das Ausmaß der Katastrophe vermindern konnte.
Weitere Informationen
Besseres Obst Online - Newsletter vom 11.05.2007:
Feuerbrandgroßalarm in Tirol und Vorarlberg. Großraum Innsbruck stark betroffen - Erwerbsobstanlagen im Rheintal befallen
“Seit dem vergangenen Wochenende ist es Gewissheit, dass nach einigen ruhigen Jahren der Feuerbrand wieder stark in Tirol zuschlägt. Für Experten sind die ersten Symptome auf den Obstbäumen bereits augenscheinlich. Bei fortschreitender Krankheit werden diese immer deutlicher sichtbar. Betroffen sind die Erwerbsobstbauern ebenso wie der Hausgartenbereich”, teilte gestern die Landwirtschaftskammer Tirol mit. “Auch die Vorarlberger Obstbauern sind verzweifelt. Alle Erwerbsobstanlagen im Rheintal sind vom Feuerbrand befallen. Der Einsatz des einzigen, wirksamen Bekämpfungsmittels wurde verzögert”, berichtet LK-Präsident Josef Moosbrugger.
In Tirol ist vor allem der Großraum Innsbruck zur Zeit stark betroffen. In Thaur werden bereits in den nächsten Tagen einige Tausend Bäume gerodet werden müssen. Die idealen Infektionsbedingungen während der Blütezeit führten zu diesem starken Befall. Die betroffenen Erwerbsobstbauern versuchen, durch das Ausschneiden der Befallsherde den weiteren Befall in Grenzen zu halten.
Der Tiroler Agrarlandesrat Anton Steixner hat sich bereits an Ort und Stelle ein genaues Bild vom Befall der Apfelanlagen in Thaur gemacht: “Für manche Obstbauern ist die Situation existenzgefährdend. Das Land Tirol wird daher dementsprechende Entschädigungszahlungen zur Verfügung stellen”, kündigt Steixner an.
Dramatische Situation in Vorarlberg
“Das heurige Frühjahrswetter hat es dem Feuerbrand leicht gemacht. Er hatte im Vorarlberger Rheintal ein leichtes Spiel. Die Heißwetterphase bot ideale Bedingungen für die Ausbreitung. Das einzig wirksame Bekämpfungsmittel wurde nach langer Taktiererei erst zugelassen, als es bereits zu spät war. Die Wirkung alternativer Bekämpfungsmittel war unter diesen massiven Befallsbedingungen zu schwach. Jetzt steht der Obstbau im Ländle vor einer nahezu aussichtslosen Situation”, berichtet der Obstbauexperte der LK, Ulrich Höfert.
Autor: red.
10.05.2007, 13:39 MEZ
